Wenn ich meine spirituelle Entwicklung betrachte, dann merke ich wie ich mehr und mehr anders Dinge betrachte. Ich denke sogar, dass in diesen Rückblicken unsere Chance liegt, genau zu verstehen, wie wir unser Fühlen, Denken und Handeln verändert haben.

Wenn ich früher jemanden gesehen habe, der eben nicht die gleichen oder ähnliche Dinge erkannt hat wie ich, kam das Gefühl hoch von das muss man doch verstehen, das ist doch so einfach. Was man dabei übersieht, dass jeder sich in seinem Tempo und passend zum eigenen Seelenplan entwickelt. Dabei kommt es für mein Empfinden auch oft vor, dass eben eine Enttäuschung eine Täuschung nimmt. Man könnte dann natürlich ins alte Muster fallen und verurteilen. Aber viel besser ist es, sich in Liebe zu üben. Segne die Person, segne dich selbst und vor allem bedanke dich für die Ent-Täuschung. Gibt dieser Moment doch die Chance, eine komplett neue Perspektive auf dich selbst und dein Handeln zu setzen.

Wo hast du dich verrannt? Wo bist du in Erwartung gewesen?

Bei meinen Kindern erlebe ich das sehr gut, sie sind ein sehr spannender Spiegel dafür. Ich musste erst lernen, das Mahnen oder auch darüber reden, selten zu dem Ergebnis geführt hat, welches ich mir erhofft habe. Ich wurde schnell davon eingeholt, dass ich mir dachte, eigentlich müsste er das doch begriffen haben. Aber darin liegt schon der Fehler. Etwas mit dem Verstand zu begreifen, heisst noch nicht, dass es umgesetzt wird. Das alte Muster wird damit nicht überschrieben und meistens hält die Veränderung nicht lange an. Neue Wege sind hier gefragt.

Einen Schritt zurückgehen

Wenn ich es aus einer höheren Perspektive betrachte, dann handelt jeder Mensch gemäß seinen Prägungen und auch nach den Aufgaben, die eben auch für die eigene Entwicklung anstehen. Rückblickend wird man immer bewusster und reflektiert sein eigenes Denken und Handeln. Wenn ich wieder auf die Kinder gehe, dann bildet sich das Emotionalverhalten zwischen 7 und 14 Jahren, dabei wird erfahren und auch immer wieder geübt. Was natürlich auch Konflikte hervorruft. Man wünscht sich dann eigentlich mehr Bewusstheit. Aber darum geht es nicht. Vielleicht liegt aber auch genau hier der Schlüssel im Verständnis:

Wie sehe ich das von Aussen? Lasse ich hier genug Raum? Was gebe ich selbst ins Feld hinein?

Ich habe in dem Bezug eine sehr bemerkenswerte Feststellung gemacht. Welche man wie folgt zusammenfassen könnte.

Lasse sie die Früchte selbst pflücken

Wie gesagt mit mahnen, meckern oder logischer Erklärung kam ich bei meinen Jungs nicht wirklich weit. Das hat höchstens mich gestresst. Auch für sie auf geistiger Ebene um Unterstützung zu bieten war nicht wirklich stimmig. Erst als ich angefangen habe, meine Baustellen zu klären, mich in Liebe und Selbstliebe anzunehmen und auch meine Ansichten offen und klar zu vertreten, zeigten sich Änderungen im Verhalten der Jungs. Dazu muss ich noch anmerken, dass ich schon früher an mir gearbeitet habe, aber dann eben für mich und meine Ansichten und meine eigene innere Wahrheit habe ich für mich behalten.

Der Unterschied ist einfach, dass ich mich lebe, wie ich bin, durch meine Prozesse gehe und mich damit zeige. Es hat einen ganz neuen Raum geschaffen, der das Verhalten der Jungs von Innen heraus verändert.

Spirituelle Entwicklung und freier Wille

Was hat das nun damit zu tun. Eins vorweg, es ist meine ganz persönliche Ansicht und eben auch nicht in Stein gemeiselt.

Wenn jeder von uns inkarniert, so bringt jeder seinen Rucksack voller Aufgaben, Anforderungen und teilweise natürlich auch Altlasten mit. Für mein Empfinden ist es auch für jeden das, was er / sie lösen kann. Das heisst nicht, dass alles immer rosig abläuft. Und wenn ich mir viele Menschen oder auch Kinder anschaue, dann kommen mir diese schlafend vor. Wie in einem Tagtraum, voller Ablenkungen. Und ich weiss auch sehr wohl, dass dies nicht für alle im gleichen Maße gilt.

Für mein Gefühl, schaffen wir nur wirkliche Veränderung, wenn wir selbst uns verändern. Wir strahlen dann Frieden, Sanftmut und auch Liebe aus. Wir wirken magnetisch und haben dadurch auch einen Einfluss auf unser Umfeld. Dieser Einfluss ist weit grösser, als wenn ich versuche, mit jemanden ein Thema logisch ergründe.

Veränderung beginnt bei uns und strahlt von uns aus. Dieser Einfluss ist im Alltag oft unterschätzt, denn man nimmt normalerweise ja nur seinen Körper wahr. Aber auch das darf und wird sich ändern.

Umso mehr Menschen sich selbst und vor allem authentisch leben, werden wir eine Welt schaffen, in der sich alle so entfalten können, wie es eigentlich für sie bestimmt ist. Das schafft Stück für Stück die Grundlage für ganz neue Konzepte und Strukturen, die aufbauender Natur und unterstützend sind.

Wir können eben nicht für andere Handeln, Denken oder Fühlen. Es liegt an jedem Menschen es für sich selbst zu tun.